Verantwortung, Orientierung und ganzheitliches Lernen

Die Oberstufe

Mit dem Eintritt in die Pubertät wächst bei den Jugendlichen das Interesse an ihrer modernen Lebenswelt. Berufliche und soziale Möglichkeiten rücken stärker in den Fokus, und das Bedürfnis nach Orientierung sowie klaren Zukunftsperspektiven wird immer deutlicher.
In unserer Oberstufe begegnen wir diesen Bedürfnissen durch ein vielfältiges Angebot:
intensive Fachunterrichte, praxisnahe Praktikumsphasen sowie die Berufsorientierungsgruppe in Klasse 12 begleiten die Schüler:innen auf ihrem Weg. So absolvieren sie zum Beispiel Praktika in sozialen Einrichtungen, Betrieben oder Werkstätten, um reale Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu erhalten.

Dabei lernen die Jugendlichen zunehmend, Verantwortung für ihr eigenes Lernen und Arbeiten zu übernehmen. Sie reflektieren ihre Lernfortschritte selbstständig und entwickeln wichtige Kompetenzen für ihre persönliche und berufliche Zukunft.
Die Auseinandersetzung mit den Natur- und Geisteswissenschaften steht nun verstärkt im Mittelpunkt. So beschäftigen sich die Schüler:innen zum Beispiel mit Experimenten in der Biologie, philosophischen Fragestellungen oder historischen Projekten, die aktuelle gesellschaftliche Themen aufgreifen. Gleichzeitig bleiben handwerkliche und künstlerische Disziplinen fester Bestandteil des Unterrichts.

Erfahrungen fürs Leben

Praktika und Berufsorientierung

  • In der Oberstufe sammeln unsere Schülerinnen und Schüler wichtige Einblicke in die Arbeitswelt – sowohl im handwerklich-beruflichen als auch im sozialen Bereich.

    In Klasse 10 absolvieren sie ein Berufspraktikum, das ihnen hilft, erste berufliche Interessen zu entdecken und praktische Erfahrungen in einem selbstgewählten Tätigkeitsfeld zu sammeln.

In Klasse 11 folgt das Sozialpraktikum, das den Fokus auf zwischenmenschliche Verantwortung und soziales Engagement legt – z. B. in Einrichtungen für Menschen mit Unterstützungsbedarf, im Krankenhaus oder in der Pflege.

Beide Praktika fördern nicht nur die Selbstständigkeit, sondern auch das Bewusstsein für gesellschaftliche Zusammenhänge und die eigene Rolle darin.

Individuelle Gespräche mit dem Klassenbetreuer sowie die Begleitung durch externe Berufsberater gehören in Klasse 11 ebenfalls fest dazu. So erhalten die Jugendlichen Orientierung und Unterstützung bei der Frage, wie es nach der Schule weitergehen kann.

selbstgewählt, selbstgestaltet, selbstverantwortet

Die Abschlussarbeiten

Im 12. Schuljahr bearbeiten unsere Schüler:innen zusätzlich zum regulären Unterricht ein selbst gewähltes Thema – sowohl praktisch als auch theoretisch. Die Abschlussarbeit ist ein besonderes Projekt, das über mehrere Monate hinweg eigenständig geplant, umgesetzt und dokumentiert wird.

Den Abschluss bildet eine öffentliche Präsentation, in der die Schüler:innen ihre Ergebnisse vorstellen – vor Mitschüler:innen, Lehrer:innen, Eltern und der interessierten Schulgemeinschaft. Sie zeigen dabei nicht nur fachliches Können, sondern auch Durchhaltevermögen, Selbstorganisation und persönliche Reife.

Mit der Abschlussarbeit erhalten die Schüler:innen eine individuelle Bewährungsprobe, die den genormten staatlichen Prüfungen einen eigenständigen, kreativen Abschlussmoment zur Seite stellt – ein zentrales Element des Waldorfschulabschlusses.