Geschichte der Rudolf-Steiner-Schule Dortmund
Die Anfänge
Bereits Ende der 1950er Jahre entstand auf Initiative Dortmunder Anthroposophen der Wunsch, eine eigene Waldorfschule zu gründen. Die Umsetzung gestaltete sich jedoch schwierig: Besonders die Zuweisung eines geeigneten Grundstücks durch die Stadt verzögerte die Gründung erheblich.
Am 15. März 1968 wurde schließlich der Schulverein Rudolf-Steiner-Schule Dortmund e. V. gegründet – getragen von Mitgliedern der Anthroposophischen Gesellschaft, der Christengemeinschaft sowie engagierten Ärzt:innen, Therapeut:innen, Pädagog:innen und Erzieher:innen.
Die Idee eines sozialen Campus
Ein Jahr später, 1969, reichten der Schulverein, der Waldorf-Kindergarten-Verein und der Paritätische Altenheim-Verein einen gemeinsamen Antrag bei der Stadt Dortmund ein – auf Zuweisung eines Grundstücks zur Errichtung eines pädagogisch-sozialen Zentrums: einer einheitlichen Volks- und Höheren Schule (als Ersatzschule), eines Kindergartens und eines Altenwohnheims.
Die Rudolf-Steiner-Schule Dortmund besteht seit über 50 Jahren. Sie ist heute eine zweizügige Schule mit einem klaren pädagogischen Profil, eingebettet in ein vielfältiges soziales Umfeld. In Zusammenarbeit mit dem Seniorenzentrum, der Georgschule und dem Berufskolleg lebt sie den Gedanken eines inklusiven, generationenübergreifenden Miteinanders.
Konkret ins Auge gefasst wurde damals bereits das heutige Gelände an der Mergelteichstraße in direkter Nachbarschaft zum Zoo und Rombergpark. Dass der Standort letztlich realisiert werden konnte, war nicht zuletzt dem Engagement eines städtischen Baudezernenten zu verdanken, dessen Kinder selbst die neue Schule besuchten.
Der Schulstart
Am 10. September 1970 begann der Unterrichtsbetrieb – zunächst in provisorischen Pavillons am Solbergweg in Dortmund-Barop. Bereits in diesen ersten Jahren wurden die Sommerfeste und Basare der Schule zu beliebten Veranstaltungen im Stadtteil und weit darüber hinaus.
unser Umfeld
Pädagogisch-Soziales Zentrum Dortmund
1971 gründeten die Trägervereine der Schule, des Kindergartens, des Altenpflegeheims und des Christopherushauses gemeinsam das Pädagogisch-Soziale Zentrum Dortmund (PSZD). Ziel war und ist es bis heute, alters- und generationenübergreifende Begegnungen zu ermöglichen und soziale Verantwortung praktisch zu leben.
Wachstum und Bautätigkeit
1974 zog die Schule – samt Pavillons – auf das heutige Gelände an der Mergelteichstraße. Dort, wo heute der Sportplatz liegt, wurde zunächst ein größerer Pavillon errichtet, der 1989 durch Brandstiftung zerstört wurde.
Der erste feste Bau entstand 1976 mit dem Ostbau, der bis heute die Klassen 1 bis 6 beherbergt. Da es anfangs keinen eigenen Festsaal gab, fanden die Monatsfeiern in den Aulen des Goethe- und Max-Planck-Gymnasiums sowie im Saal des Fritz-Henßler-Hauses statt – Improvisation und Zusammenarbeit prägten die Anfangsjahre.
Schulprofil
„Ein Blick auf Struktur, Besonderheiten und Angebote.“
Mit dem wachsenden Bedarf an Räumen begann 1984 der Bau des Westbaus, der den Oberstufenklassen Raum gab – und mit dem Roten Saal erstmals Platz für schulische Feiern, Konzerte und Klassenspiele bot.
Ebenfalls 1984 wurde auf dem gegenüberliegenden Gelände dieGeorgschule Dortmund, eine eigenständige Förder-Waldorfschule, gegründet.
In den folgenden Jahren wurde die bauliche Entwicklung konsequent weitergeführt:
- 1987: Bau der Sporthalle
- 1993: Bau des Werkhauses für den handwerklich-künstlerischen Unterricht
- 2005: Fertigstellung des Gartenbauhauses – vorläufiger Abschluss der Bautätigkeit
- ????: Anbau des Forums Westbau